Jahresende bei VW 2020 schon besser als 2019

17.03.2021 Volkswagen hat mit seiner Kernmarke im Schlussquartal 2020 nach den erheblichen Corona-Rückgängen bereits das Vorkrisen-Niveau wieder übertreffen können. Insgesamt schaffte die Sparte VW Pkw von Oktober bis Dezember einen Betriebsgewinn von 1,42 Milliarden Euro, wie Finanzvorstand Alexander Seitz am Mittwoch berichtete. Dieser Wert habe schon «deutlich über den Ergebnissen des Vorjahreszeitraums» gelegen. Markenchef Ralf Brandstätter sagte, der Jahresabschluss biete Grund zur Zuversicht, dass VW nun rasch Boden gutmachen könne: «Wir haben Stärke bewiesen.»

Das Logo steht auf dem Gebäude der Hauptverwaltung der Volkswagen AG. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Insgesamt hatte es die Marke 2020 nach einiger Unsicherheit doch noch in die schwarzen Zahlen geschafft. Am Ende stand ein Betriebsergebnis von 454 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr hatten die Autos mit dem VW-Logo einen operativen Verlust von 1,5 Milliarden Euro angehäuft.

Eines von mehreren anstehenden Projekten ist nun - neben dem weiteren Ausbau der E-Mobilität - ein Test neuer Abo-Modelle für Autos in sechs Städten. Dabei geht es um das Hinzubuchen bestimmter Funktionen wie Fahrassistenten oder Navigationsdiensten. «Wir werden anhand der Daten aus Fahrprofilen unseren Kunden auch aktiv Angebote machen», sagte Vertriebschef Klaus Zellmer. Die Städte stehen noch nicht fest.

Brandstätter betonte mit Blick auf die Klimaziele, die Marke selbst habe 2020 das CO2-Einsparziel «deutlich übererfüllt». Anders sieht es im VW-Gesamtkonzern aus, der den zulässigen Flottenwert um 0,8 Gramm pro Kilometer gerissen hatte. Bei der Kernmarke habe die Senkung des Ausstoßes rund 22 Prozent betragen. Brandstätter bekräftigte: «Bis spätestens 2050 wollen wir uns vollständig co2-neutral aufstellen.»

Ein festes, allgemeines Datum zum Ausstieg aus Verbrennungsmotoren gibt es bei VW nicht. Das Unternehmen schätzt, dass es um das Jahr 2040 so weit sein könnte. «Wir gehen davon aus, dass dann etwa die letzten Verbrenner auf die Straße kommen», meinte der VW-Markenchef. «Aber es wird sicher Länder geben, in denen das etwas länger dauert.»

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