Bremen kritisiert Regelung für Impfstoffverteilung

19.03.2021 Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) hält die Regelung für die Impfstoffverteilung auf Impfzentren und Arztpraxen für zu starr. Dies sei eine falsche Entscheidung, kritisierte er am Freitag zum Impfgipfel der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Er hätte sich eine deutlich flexiblere Regelung gewünscht, bei der die Impfstoffe je nach den Bedingungen vor Ort in den Bundesländern hätten verteilt werden können. «Entgegen unserer Anregung ist es nun eine Schwarz-Weiß-Regelung geworden.»

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff für eine Impfung auf eine Spritze. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Diese sehe nun vor, dass die Verteilung der Impfstoffe auf Impfzentren bei 2,25 Millionen Dosen pro Woche gedeckelt werde. Wenn es mehr gebe, solle dies an die Ärzteschaft gehen. Der Bund habe an dieser starren Regelung festgehalten mit der Argumentation, dass eine andere Lösung logistisch nicht zu leisten sei, berichtete Bovenschulte. «Damit besteht die Gefahr, dass das Bundesgesundheitsministerium die Impfgeschwindigkeit in Bremen einbremst.» Die Deckelung dürfe nicht zu einem Geschwindigkeitsverlust führen.

Der Regierungschef machte klar, Bremen wolle auf jeden Fall die Ärzte mit einbeziehen, halte aber eine flexiblere Lösung bei der Aufteilung der Impfstoffe für besser. In diesem Punkt habe er sich leider nicht durchsetzen können, aber eine entsprechende Protokollnotiz abgegeben. Es sei sehr schwer gewesen zu argumentieren, da es keine Videokonferenz gewesen sei. «Man hat die Telefonschaltkonferenz gewählt, damit es weniger Diskussionen gibt.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News