Mann muss 13 Jahre ins Gefängnis für Tötung des Onkels

15.04.2021 Weil er seinen Onkel in Celle erstochen hat, ist ein 46-jähriger Mann vor dem Lüneburger Landgericht zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. «Mir fehlen die Worte für das, was geschehen ist. Ein Mensch hat seine Gutmütigkeit mit dem Leben bezahlt», sagte der Vorsitzende Richter Franz Kompisch am Donnerstag in der Urteilsbegründung. Die Tat am 28. September wertete das Gericht als Totschlag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Eine Figur «Justitia» steht auf einem Schreibtisch. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte hat mit 31 Verurteilungen ein großes Vorstrafenregister. Erst kurz vor dem Verbrechen kam er aus dem Gefängnis. «Sie waren obdachlos, perspektivlos, hoffnungslos», sagte Kompisch. Die Polizei lieferte den betrunkenen Angeklagten am Tattag bei seinem 54 Jahre alten Onkel ab, den er wenig später nach einem Streit erstach. «Ganz knapp sind Sie an der Verurteilung eines Heimtücke-Mordes vorbeigeschrammt», betonte der Richter.

Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert, die Verteidigerin beantragte wegen Körperverletzung mit Todesfolge dreieinhalb Jahre Haft und kritisierte die Polizei scharf. Ihr Mandant hätte in eine Ausnüchterungszelle gehört.

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