Wetterdienst: April im Norden zu kalt und zu trocken

29.04.2021 Viel zu kalt, zu wenig Regen, dafür aber jede Menge Sonnenstrahlen - so lässt sich die Wetterbilanz für den April 2021 in Norddeutschland zusammenfassen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag mitteilte, war der April in ganz Deutschland insgesamt so kalt wie seit 40 Jahren nicht mehr. Der vorläufigen Bilanz zufolge betrug der Temperaturdurchschnitt des als launenhaft geltenden Monats in diesem Jahr 6,1 Grad und lag damit um 1,3 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 lag die Abweichung sogar bei minus 2,9 Grad.

Die Sonne scheint am blauen Himmel durch Wolken hindurch. Foto: Markus Scholz/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kühle Nordwinde drückten das Temperaturniveau im April. Besonders in Niedersachsen wurden ungewöhnlich niedrige Werte gemessen. Laut DWD war es dort sogar der kälteste April seit 1977. Demnach lagen die Temperaturen im Schnitt bei 6,2 Grad. Im langjährigen Mittel waren es 7,5 Grad. Auch in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 5,8 Grad und in Schleswig-Holstein mit einer Mitteltemperatur von 6,0 Grad blieb es in diesem April deutlich zu kalt. Unterm Strich verzeichneten die Meteorologen auch ungewöhnlich viele Frosttage.

Dagegen ließ sich die Sonne in Schleswig-Holstein besonders häufig blicken. Mit rund 225 Sonnenstunden (Mittel: 164 Stunden) war das nördlichste Bundesland in diesem April auch das sonnigste der Bundesrepublik. In Niedersachsen schien die Sonne mit 175 Stunden im Schnitt 24 Stunden länger als im langjährigen Mittel. In Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich die Sonne durchschnittlich 200 Stunden - das sind 33 Stunden mehr als in der Referenzperiode.

Beim Niederschlag ähnelte der April 2021 seinen Vorgängern der vergangenen Jahre und war deutlich zu trocken. Mecklenburg-Vorpommern meldete rund 25 Liter pro Quadratmeter. Das war nur etwas mehr als die Hälfte der Niederschläge von 42 Litern, die im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 registriert wurden. Damit war der Nordosten die zweittrockenste Region in Deutschland. In Niedersachsen sah es in diesem April mit durchschnittlich 40 Litern (Mittel: 52 Liter) und in Schleswig-Holstein mit 35 Litern (Mittel: 49 Liter) pro Quadratmeter kaum besser aus.

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