Schulschiff «Gorch Fock» wird erst im Spätsommer abgeliefert

29.04.2021 Die für Ende Mai geplante Ablieferung des sanierten Marineschulschiffs «Gorch Fock» durch die Lürssen-Werft verzögert sich wegen Corona bis in den Spätsommer. Das teilte die Werft am Donnerstag in Bremen mit, ohne einen genauen Termin zu nennen. Die Arbeit verzögere sich durch «Covid-19-bedingte Personalausfälle in allen projektbeteiligten Unternehmen» und Störungen der Lieferketten. Die Marine als Kunde sei informiert worden.

Die «Gorch Fock» wird von Schleppern aus der Lürssen-Werft gezogen. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die mit der Verschiebung zugleich anfallenden Mehrkosten werden nicht zu Lasten des Kunden gehen», sagte Geschäftsführer Tim Wagner. «Als verantwortlicher Auftragnehmer werden wir die finanziellen Auswirkungen übernehmen.» Er nannte es «überaus enttäuschend, dass uns äußere Umstände im Zeitplan nunmehr deutlich zurückwerfen».

Die im Dezember 2015 begonnene Generalüberholung des Dreimasters hat sich immer wieder verzögert. Die Kosten sind von geplant 10 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro gestiegen. Das lag nach Auffassung des Bundesrechnungshofs zum Teil an mangelnder Vorplanung der Sanierung durch die Marine. Unregelmäßigkeiten bei einem früheren Auftragnehmer, der Elsflether Werft, trugen auch zu dem Desaster bei.

Zuletzt lag die Sanierung aber im Zeitplan. Im März war die Bark bei Lürssen wieder zu Wasser gelassen worden. Die Marine plante für Juli die erste Ausbildungsfahrt der «Gorch Fock» in skandinavische Gewässer. Die deutschen Seestreitkräfte bilden auf der Bark ihren Offiziersnachwuchs im seemännischen Handwerk aus.

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