Nach 1:2 gegen Würzburg: Braunschweig droht der Abstieg

16.05.2021 Jetzt wird es ganz eng für Eintracht Braunschweig. Nach der Pleite gegen Würzburg droht den Niedersachsen der Abstieg. Gegen den Absteiger scheitern die Braunschweiger an ihren eigenen Nerven.

Nick Proschwitz reagiert. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eintracht Braunschweig droht nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder die Rückkehr in die 3. Liga. Die Niedersachsen unterlagen am Sonntag daheim gegen die bereits als Absteiger feststehenden Würzburger Kickers mit 1:2 (0:2) und fielen einen Spieltag vor dem Saisonende auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Weil parallel der VfL Osnabrück und der SV Sandhausen ihre Partien gewannen, waren die Braunschweiger der große Verlierer im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Der Rückstand auf Platz 16 beträgt zwei Punkte.

Die Partie begann für die Gastgeber mit einem Schock. Bereits in der zweiten Minute brachte Marvin Pieringer die Gäste nach einem Freistoß per Kopf in Führung. «Für uns ist der Spielverlauf ein Alptraum. Der Druck war ohnehin groß und das frühe Gegentor dann schwierig zu verkraften», sagte Eintracht-Coach Daniel Meyer. Zwar erspielten sich die Braunschweiger danach ein paar gute Chancen, von denen Nick Proschwitz die beste in der sechsten Minute vergab. Doch man merkte dem Meyer-Team die große Nervosität nach dem frühen Rückstand an.

Die Kickers spielten dagegen befreit auf und erhöhten durch einen von Pieringer verwandelten Foulelfmeter in der 19. Minute auf 2:0. Nun lagen die Nerven bei den Hausherren so richtig blank. Zwar konnte man den Gastgebern den Willen nicht absprechen, doch das Meyer-Team wirkte wie gelähmt. Der Anschlusstreffer von Yassin Ben Balla (79.) kam zu spät. In der Nachspielzeit sah Dong-Won Ji auch noch die Rote Karte.

Nun sind die Braunschweiger am letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen. Braunschweig spielt dann beim HSV, Osnabrück in Aue und Sandhausen ist beim VfL Bochum zu Gast. «Wir werden nach Hamburg fahren und alles versuchen. Wir haben es jedoch nicht mehr in der eigenen Hand, was wir unbedingt verhindern wollten», sagte Meyer enttäuscht.

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