Wiese und Ailton kritisieren Werder-Bosse: «Zu Spät»

17.05.2021 Der frühere Werder-Torwart Tim Wiese hat die Bremer Verantwortlichen für ihr Vorgehen bei der Freistellung von Florian Kohfeldt heftig kritisiert. «Der Trainerwechsel kommt zu spät, den hätte Werder Bremen schon vor Monaten vollziehen sollen», sagte Wiese dem Multimedia-Portal «deichstube.de». «Ich weiß nicht, was sich die Bosse dabei gedacht haben. Aber es ist traurig, was aus so einem großen Verein geworden ist - es ist einfach nur noch bitter.»

Bremens einstiger Publikumsliebling: Ailton. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Fußball-Bundesligist Bremen hatte sich am Sonntag von Chefcoach Kohfeldt getrennt, nachdem die Grün-Weißen durch das 0:2 im Kellerduell beim FC Augsburg auf den Relegationsplatz abgerutscht waren. Im letzten Saisonspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag und in einer möglichen Relegation soll nun Club-Legende Thomas Schaaf die Norddeutschen doch noch vor dem Abstieg bewahren.

«Am Ende ist die Macht der Ergebnisse zu viel geworden», begründete Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode am Sonntagabend in der Sendung Sportclub im NDR-Fernsehen den Schritt, sich nach langem Hin und Her doch von Kohfeldt zu trennen. «Ich bin heute sehr traurig, dass wir den Bock nicht umstoßen konnten», sagte Bode, der wie Geschäftsführer Frank Baumann bis zum Schluss am beliebten Kohfeldt festgehalten hatte.

Auch der einstige Bremer Publikumsliebling Ailton macht sich große Sorgen um Werder. «So schlecht, wie Werder in den letzten Wochen gespielt hat, habe ich Werder in der Bundesliga noch nie gesehen», sagte der Brasilianer bei deichstube.de. Die Aufgabe für Schaaf werde verdammt schwer. «Er ist ein großer Name, ein großer Trainer, einer der größten, die Werder Bremen jemals gehabt hat. Aber anders als 1999, als er Werder schon einmal in einer dramatischen Lage übernommen hat, bleibt ihm diesmal nur eine Woche und nur ein Spiel.»

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