Frau nach Fund von illegalem Waffenlager zu Haft verurteilt

18.05.2021 Wegen eines versteckten Lagers mit illegalen Waffen ist eine 61-Jährige zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Hannover verurteilte die Frau wegen Waffenbesitzes, aber nicht wegen Waffenhandels, weil dies ihr nicht nachzuweisen war, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Insgesamt ging es um 55 Schusswaffen, explosionsfähiges Material sowie mehr als 1000 Schuss Munition, die in einer Waldhütte auf dem Grundstück der 61-Jährigen und ihres Ehemannes in Barsinghausen im Oktober 2019 entdeckt worden waren.

Eine Frau betritt das Landgericht. Foto: picture alliance / Holger Hollemann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gegen den Mann läuft ein gesondertes Verfahren. Er war Ende 2020 in Südspanien festgenommen worden und soll zu einer Waffenschieberbande mit Verbindungen in rechtsextreme Kreise gehören. Das Paar hatte sich als angebliche Rentner in der Nähe von Málaga niedergelassen. Die Frau sitzt bereits seit September 2020 in Untersuchungshaft, sie war bei einem Deutschlandbesuch festgenommen worden. An den Fässern, in denen die illegalen Waffen aufbewahrt wurden, seien ihre DNA-Spuren gefunden worden, sagte der Gerichtssprecher. Sie sei bereits wegen illegalen Waffengeschäften vorbestraft. Das Paar handelte auch mit legalen Waffen.

Die Staatsanwaltschaft hatte für eine dreieinhalbjährige Freiheitsstrafe für die Angeklagte plädiert, die Verteidigung dagegen einen Freispruch gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az.: 70 KLs 4/21)

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