Großbrand sorgt für Millionenschaden in Bus-Depot

06.06.2021 Ein Feuer in einem Bus-Depot in Hannover sorgt für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Mehr als 200 Helfer kämpfen gegen die Flammen. Besonders die brennenden Elektro-Busse stellen ein Problem dar.

Eine dunkle Rauchwolke steht über dem Süden von Hannover. Foto: Julian Stratenschulte/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einem Großbrand in einer Halle auf einem Bus-Depot in Hannover ist ein Millionenschaden entstanden. Dabei seien neben der etwa 60 mal 20 Meter großen Halle der Verkehrsbetriebe Üstra zudem fünf Elektrobusse, zwei Hybridbusse, ein Dieselbus und ein Reisebus ausgebrannt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hannover am Sonntag. Ein Sprecher der Üstra geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus. Wie das Feuer ausbrechen konnte, sei noch unklar.

Insgesamt 50 Feuerwehrfahrzeuge mit rund 200 Einsatzkräften waren bei dem Einsatz ab dem Samstagmittag vor Ort. Es wurde die vierte von fünf Alarmstufen ausgelöst, sagte ein Feuerwehrsprecher. Eine dunkle Rauchwolke zog über den Stadtteil Mittelfeld. Anwohner wurden gebeten, ihre Fenster und Türen zu schließen. Erst am späten Abend konnten einige Feuerwehrleute abgezogen werden. Eine Brandwache blieb auch am Sonntag noch vor Ort.

Eine besondere Herausforderung waren die brennenden Batterien der Elektrobusse, da von ihnen eine hohe Wärmestrahlung ausging. Wenn die Batterien von E-Autos in Brand geraten, kann es zu Knallen und einer gewaltigen Rußwolke kommen. Da die Halle außerdem einsturzgefährdet war, konnten die Einsatzkräfte nur schwer an den Brand kommen. Die Feuerwehr setzte deshalb auch ein ferngesteuertes kettenangetriebenes Löschfahrzeug ein. Eine Brandschutzwand verhinderte, dass sich der Brand noch mehr ausbreiten konnte. Rund 25 weitere Busse blieben so unbeschädigt.

Ein heftiger Platzregen spielte den Rettern zwischenzeitlich in die Karten: «Das war für die Löscharbeiten hervorragend», sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und nach kurzer Behandlung wieder entlassen.

Mehrere Messungen in der Umgebung konnten laut Angaben der Feuerwehr keine erhöhte Schadstoffkonzentration nachweisen. Die Feuerwehr riet jedoch vorerst davon ab, verrußtes Gartengemüse und Obst zu essen. Ein externes Speziallabor führte dazu Analysen durch. Die Ergebnisse dazu lagen am Sonntagmittag noch nicht vor.

Während des Einsatzes konnten mehrere Haltestellen in Bereich Mittelfeld nicht angefahren werden. Auf den Fahrplan der Üstra in der neuen Woche habe der Brand allerdings keinerlei Auswirkungen, sagte ein Unternehmenssprecher. Am Montag werden alle Busse nach Plan fahren.

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