Grüne wollen geänderte Impfstrategie

04.02.2021 Die Impfstrategie in Nordrhein-Westfalen ist heute Thema im Gesundheitsausschuss des Landtages. Die Grünen fordern von der Landesregierung Lösungen, wie nicht mobile Menschen außerhalb der Impfzentren gegen Corona geimpft werden können. «Die Impfzentren sind zum Teil irre weit weg von den Leuten», sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, Mehrdad Mostofizadeh, vor der Sitzung. Konzepte einer «aufsuchenden Impfung» mit Hilfe von Impfbussen oder die Impfung durch Hausärzte seien ernsthaft zu prüfen und umzusetzen.

Mehrdad Mostofizadeh (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine ähnliche Kritik hatte auch die SPD-Landtagsfraktion geäußert und Alternativen zu den Impfzentren sowie flexible Lösungen vor Ort, wie Impfbusse, Zweigstellen und mobile Impfteams, gefordert. Die Grünen wollen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zudem wissen, mit welchen Impfstoffmengen zu rechnen ist. Laumann hatte vergangene Woche bekräftigt, ab dem 8. Februar sollten wöchentlich etwa 70 000 der Über-80-Jährigen in den Impfzentren die Erstimpfung erhalten. Bei einer Million Menschen in dieser Altersgruppe, die zu Hause wohnen, wären dementsprechend etwa 14 Wochen für deren Impfungen erforderlich.

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