Prostituierte erwürgt: Mann zu lebenslanger Haft verurteilt

17.02.2021 Eine Prostituierte wird auf dem Straßenstrich in Hamm erwürgt. Ein Mann wird verurteilt - doch die Entscheidung hebt der Bundesgerichtshof auf. Nun gibt es einen neuen Richterspruch.

Eine Figur der Justitia vor einem Gerichtsgebäude. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Prostituierten auf dem Straßenstrich in Hamm hat das Dortmunder Schwurgericht den Angeklagten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine erste Verurteilung zu achteinhalb Jahren Haft wegen Totschlags hatte der Bundesgerichtshof 2019 in der Revision aufgehoben und den Fall zur erneuten Verhandlung nach Dortmund zurückverwiesen.

Der aus Syrien stammende Angeklagte hatte zugegeben, die Prostituierte im September 2018 erwürgt zu haben. Seiner Erinnerung nach hatte es im Anschluss an einvernehmliche sexuelle Handlungen einen Streit um illegale Drogen gegeben. Er habe die Bulgarin mit Kokain bezahlen wollen, weil er kein Geld mehr in der Tasche gehabt habe.

Die Richter sind jedoch davon überzeugt, dass der heute 28-Jährige die Prostituierte erwürgte, weil er verhindern wollte, dass sie ihm wegen des fehlenden Bargelds Vorwürfe machte. Das Urteil lautet daher jetzt auf Verdeckungsmord.

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