Effenberg: «Diskutieren, ob Verpflichtung ein Fehler war»

04.03.2021 Der frühere Mittelfeld-Star Stefan Effenberg hält die Verpflichtung von Marco Rose als Trainer von Borussia Mönchengladbach im Jahr 2019 möglicherweise für falsch. «Marco Rose ist ganz sicher ein angesehener Trainer. Aber wenn ich mir die Fakten anschaue, fällt die Bilanz seiner Amtszeit bestenfalls mittelmäßig aus. Vielleicht sogar ernüchternd», schrieb Effenberg in seiner Kolumne für «t-online.de»: «Dann ist es legitim, im Nachhinein darüber zu diskutieren, ob seine Verpflichtung 2019 ein Fehler war.»

Stefan Effenberg steht an der Seitenlinie. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Insgesamt müsse die Amtszeit des zu Borussia Dortmund wechselnden Trainers «neu bewertet» werden, glaubt der ehemalige Fußball-Nationalspieler, der von 1987 bis 1990 und von 1994 bis 1998 für die Gladbacher spielte: «Max Eberl trennte sich 2019 von Trainer Dieter Hecking, um mit Rose «den nächsten Schritt machen» zu können», schrieb der 52-Jährige: «Hat Gladbach den gemacht? Ich denke: nein.»

Dortmund werde nun «die große Reifeprüfung für Rose», erklärte Effenberg: «Er ist beim BVB zum Erfolg verdammt. Er wird dort für einen zweiten oder vierten Platz keinen Applaus bekommen so wie in Gladbach. Für Dortmund wiederum gilt: Rose ist kein Jürgen Klopp.» Deshalb sei für den BVB der aktuelle Trainer Edin Terzic, der im Sommer Assistent von Rose werden soll, sehr wichtig. «Dortmund braucht ihn nicht nur als Co-Trainer und Identifikationsfigur, sondern auch als Back-up», schrieb Effenberg: «Geht es mit Rose schief, brauchen sie Terzic vielleicht schon früher wieder an vorderster Front, als ihnen lieb ist.»

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