Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Gehalt für NRW-Einzelhandel

09.03.2021 Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel Einkommensverbesserungen von 4,5 Prozent plus 45 Euro im Monat. Zudem will sie in den Tarifverhandlungen ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde durchsetzen. Das habe die Tarifkommission am Dienstag beschlossen, teilte Verdi mit. Die Gewerkschaft hatte die Tarifverträge für die rund 513 000 sozialversicherungspflichtig und die etwa 212 000 geringfügig Beschäftigten im Einzelhandel NRW zum 30. April gekündigt.

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Umsätze im Einzelhandel in NRW seinen trotz der Pandemie im vergangenen Jahr real um 4,0 Prozent gestiegen, betonte Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. «Dieses Umsatzplus ist keineswegs ausschließlich auf den Versand- und Internethandel zurückzuführen.» Auch der Umsatz im stationären Einzelhandel sei preisbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen.

Verdi forderte die Arbeitgeber erneut auf, gemeinsam die Tarifverträge des Einzelhandels für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Damit solle gegen Lohndumping in der Branche vorgegangen werden. Für tarifgebundene Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten will Verdi «durch differenzierte Unternehmenstarifverträge Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung erreichen».

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