Landesweiter Probealarm für Sirenen

11.03.2021 Sirenengeheul mit Methode: Beim landesweiten Probealarm waren die Warntöne weithin zu hören. Der Kreis Wesel sagte aber ab: Denn der Kern eines Sturmtiefs sollte genau zur Alarmzeit über das Kreisgebiet ziehen.

Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstag ab 11 Uhr in vielen Städten die Sirenen zum Probealarm geheult. Der Kreis Paderborn berichtete, von 98 Sirenen hätten 96 einwandfrei gearbeitet. Die Sirenen, die nicht funktionierten, würden überprüft. In Düsseldorf sollten beim Probealarm 81 Sirenen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden, in Bonn waren es 64. Bonn modernisiert und erweitert derzeit die Warnsirenen.

Der Kreis Wesel hatte seine Teilnahme am landesweiten Probealarm kurzfristig abgesagt. Grund war eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Orkanböen. So solle vermieden werden, dass es zu Verunsicherung und Missverständnissen komme.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, meldete, fast alle Kreise in NRW hätten ab 10.30 Uhr zu unterschiedlichen Zeiten eine Warnung und eine Entwarnung über die Warn-App NINA ausgespielt. «Es gab keine Fehler oder Probleme», teilte das Bundesamt mit.

Nach Angaben des Düsseldorfer Innenministeriums stehen in ganz Nordrhein-Westfalen etwa 5000 Sirenen. Nicht alle Kommunen verfügten darüber, sagte ein Sprecher. Bei dem Probealarm ging es um eine Überprüfung der Anlagen und der Meldeketten innerhalb der Kommunen. Sirenen sind Teil des Warnsystems. Radiomeldungen und Lautsprecherfahrzeuge gehören auch dazu. Alle Warnmittel werden beim jährlichen bundesweiten Warntag im September erprobt.

Laut Erlass des NRW-Innenministeriums finden die Proben zweimal im Jahr statt, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September.

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