Umweltverband klagt gegen Betriebsplan für Tagebau Hambach

12.03.2021 Der Umweltverband BUND ist erneut gegen den Braunkohletagebau Hambach vor Gericht gezogen. Der NRW-Landesverband habe beim Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Zulassung des neuen Hauptbetriebsplans eingereicht, teilte der BUND am Freitag mit. Der für die Jahre 2021 bis 2024 geltende Betriebsplan verändere die Rodungsgrenze am Hambacher Forst zwar nicht, er erschwere aber massiv die angestrebte ökologische Vernetzung der Restwälder am Tagebau. «Hambi droht zu verinseln», sagte der NRW-Geschäftsleiter des BUND, Dirk Jansen.

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Hambacher Forst war zum Symbol der Auseinandersetzung um die Braunkohlenutzung in Deutschland geworden. Im Kohleausstiegsgesetz ist festgeschrieben, das der Wald mit seinen alten Baumbeständen erhalten bleibt. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte als Bergbehörde den Hauptbetriebsplan Ende vergangenen Jahres zugelassen. Er lege den Grundstein für die vorgezogene Beendigung des Kohleabbaus im Tagebau Hambach. Der Tagebaubetreiber RWE will die Förderung in Hambach etwa Ende 2029 einstellen.

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