Obduktion nach rätselhaftem Tod von vier Seidenaffen

15.03.2021 Nach dem Tod von vier Seidenaffen im Duisburger Zoo unter ungeklärten Umständen setzt die Zooleitung auf die Obduktion der Tiere. «Wieso wir die Tiere ohne vorherige Symptome verloren haben, wissen wir derzeit nicht. Wir hoffen hier auf Klärung seitens der Pathologie», hatte der Tierpark am Freitag auf seiner Facebook-Seite mitgeteilt. Bisher gebe es noch keine Ergebnisse, sagte ein Sprecher am Montag.

Das Schwarzschwanz-Seidenaffen-Weibchen. Foto: Jochem Tegge/Zoo Duisburg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Verlust wiege schwer – nicht nur für den Zoo, sondern insbesondere für die betreuenden Tierpfleger und für die Art selbst. Mit dem Tod der zwei Jungtiere und zwei erwachsenen Affen hatte der Zoo seine gesamte Gruppe der in Europa nur selten gehaltenen Schwarzschwanz-Seidenaffen verloren.

«In unseren Herzen werden die kleinen Seidenaffen, mit ihrem Witz und Charme, einen festen Platz behalten», heißt es in der Erklärung des Zoos. Der Tierpark hatte am vergangenen Mittwoch nach dem Lockdown wiedereröffnet. Noch im Januar vergangenen Jahres hatte der Zoo Nachwuchs bei seinen Seidenaffen gemeldet.

Die Initiative für Menschenaffen «Great ape project» forderte eine externe Untersuchung.

Schwarzschwanz-Seidenaffen leben normalerweise in den Regenwäldern Südamerikas. Sie leiden, wie viele Tiere im Regenwald, unter der Einengung ihres Lebensraums durch massenhafte Abholzung von Bäumen und Brände.

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