Covid-Schnelltests an über 2000 Stellen mit zunehmender Zahl

17.03.2021 Die kostenlosen Corona-Schnelltests sind in Nordrhein-Westfalen an deutlich über 2000 Teststellen möglich. Diese Größenordnung nannte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages. Dabei war von einer sehr großen Dynamik beim Aufbau der Testinfrastruktur die Rede. Die sogenannten Bürgertests sollen möglichst auch im ländlichen Bereich offeriert werden. Deshalb können Anbieter der Schnelltests 1000 Euro einmaligen Einrichtungszuschuss für den erforderlichen Aufbau von kleinen Teststellen beispielsweise auch in Dörfern bekommen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa-POOL © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wie aus einer Vorlage des Finanzministeriums hervorgeht, werden die Kosten für das Land bis Ende Juni auf 15 Millionen Euro geschätzt. Von den 4000 Apotheken kämen laut einer Verbandsumfrage rund 1500 in Betracht. In ähnlicher Größenordnung werden andere Anbieter kleiner Teststellen angenommen. Bei 3000 Einrichtungszuschüssen zu je 1000 Euro ergeben sich Kosten von 3 Millionen Euro. Zudem geht es um eine monatliche Pauschale von 1000 Euro für vier Monate als finanziellen Anreiz. Bei 3000 Einrichtungen ergibt das 12 Millionen Euro Kosten.

Die kostenlosen Schnelltests durch geschultes Personal soll es unter anderem in Apotheken, Testzentren und bei Hausärzten geben. Der Bund bezahlt allen Bürgern wöchentlich mindestens einen Schnelltest, wie Bund und Länder in ihrer Konferenz Anfang März beschlossen hatten. Beim Start am 8. März gab es noch keine flächendeckende Versorgung. Die Kreise und kreisfreien Städte sollen den Aufbau der Strukturen
koordinieren und weiterer Teststellen beauftragen. Der Bund zahlt laut NRW-Finanzministerium den neuen Teststellen 12 Euro je Test.

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