Unwetter zunächst glimpflich, aber die nächsten drohen schon

29.06.2021 Nordrhein-Westfalen ist ohne große Schäden durch die neuerlichen Unwetter gekommen - aber der Himmel gibt vorerst keine Ruhe. Es dürfte wieder viel Regen fallen.

Regentropfen sind auf einer Autoscheibe zu sehen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unwetter haben nach ersten Erkenntnissen in der Nacht zu Dienstag in Nordrhein-Westfalen keine allzu großen Schäden verursacht. Zahlreiche Feuerwehr-Einsätze gab es allerdings etwa in Bocholt im Kreis Borken. Bis Mitternacht mussten Einsatzkräfte 119 Mal ausrücken, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. Zahlreiche Keller mussten demnach ausgepumpt sowie Bäume von Straßen geräumt werden. Zudem sei ein Bachlauf über die Ufer getreten. Gravierende Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.

In Mönchengladbach hatte die Feuerwehr bis zum Vormittag mehr als 20 Unwetter-Einsätze. Dabei gab es einen kuriosen Einsatz in einem Wohnhaus, der durch Chlortabletten in einem überschwemmten Keller ausgelöst wurde. Durch den Wasserkontakt der für Swimmingpools gedachten Chlortabs roch es im ganzen Haus nach Chlor. Die Bewohner brachten den Behälter mit den Tabletten ins Freie und alarmierten die Feuerwehr. Geschützt durch Atemschutzmaske und Chemikalienschutzanzug gingen die Feuerwehrleute vor und kümmerten sich um den Abtransport. Verletzt wurde niemand.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte allerdings erneut vor neuem, heftigem Starkregen und Gewittern. Vom Niederrhein bis ins Münsterland könne es am Dienstag zunächst einzelne Gewitter geben. Dabei sei über mehrere Stunden auch Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmetern möglich. Lokal könnten Unwetter mit Hagel und Sturmböen von 85 Stundenkilometern auftreten. Die Temperatur steige am Dienstag auf 21 bis 24 Grad, im höheren Bergland auf etwa 19 Grad.

Auch am Dienstag und Mittwoch müssen die Menschen in NRW noch mit Unwettern rechnen. Dabei seien auch Starkregen und Gewitter zu erwarten, teilt der DWD mit. Ab Mittwoch solle sich das Wetter aber wieder etwas beruhigen.

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