Corona-Tests für alle Schülerinnen nach Osterferien

24.03.2021 Alle Kinder und Jugendliche an den Schulen in Rheinland-Pfalz können sich nach den Osterferien einmal in der Woche auf eine Corona-Infektion testen lassen. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) stellte am Mittwoch in Mainz das zunächst bis Pfingsten geplante Programm vor. Unter Anleitung der Lehrkräfte können Schülerinnen und Schüler einen Selbsttest vornehmen. Die Teststrategie umfasst auch die Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher an den Kitas.

Stefanie Hubig (SPD), Ministerin für Bildung in Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für die Tests an 2600 Kitas, 1600 Schulen und 550 Einrichtungen der Jugendhilfe wurden 4,5 Millionen Selbsttests beschafft, wie der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, mitteilte. Die Kosten dafür bezifferte Hubig mit 20 Millionen Euro - «das ist sicherlich gut angeleges Geld».

Hubig betonte, dass der Test freiwillig sei - im Unterschied zu einer Regelung in Sachsen. Für Kinder und Jugendliche uner 18 Jahren ist die Einverständniserklärung der Eltern erforderlich. Bei einem positiven Selbsttest ist vorgesehen, dass die Eltern ihr Kind abholen und dass ein PCR-Test mit einer höheren Verlässlichkeit folgt. Perspektivisch sei geplant, zwei Testungen pro Woche anzubieten, sagte Hubig.

Placzek demonstrierte, wie der Selbsttest funktioniert: «Es tut nicht weh - das Test-Stäbchen in jedes Nasenloch rein und viermal umdrehen.» Der Nasenabstrich kommt in eine Pufferlösung, aus der vier Tropfen auf die Testkassette kommen - nach 15 Minuten steht das Ergebnis fest. Für Eltern und Lehrkräfte setzt das Bildungsministerium eine Webseite zum Testprogramm auf, mit Materialien wie Videos. Schulleitungen können sich bei Fragen an eine Hotline wenden.

An den Kindertagesstätten werden nur die Beschäftigten getestet, für kleine Kinder sind die Selbsttests noch nicht zugelassen. Zufrieden zeigte sich Hubig mit der bisherigen Impfquote beim Personal an Kitas und Schulen. Bislang seien zwei Drittel der Beschäftigten an Kitas, Grundschulen und Förderschulen zumindest einmal geimpft worden, «da kommen wir gut voran.»

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