Mann feuert Schusswaffe im Zug ab

28.03.2021 In einem Regionalzug feuert ein Mann einen Schuss ab. Ein Großaufgebot der Polizei nimmt ihn fest. Das Motiv ist zunächst unklar. Der Mann war allerdings stark alkoholisiert.

Ein Fahrzeug der Polizei ist mit Blaulicht im Einsatz. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Betrunkener hat in einer Regionalbahn in Hessen einen Schuss mit seiner Pistole abgefeuert und so einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Angehörige von Bundes- und Landespolizei sowie Spezialeinheiten der hessischen Polizei konnten den Mann im Zug festnehmen.

Bei der Waffe des betrunkenen Reisenden handelte es sich demnach um eine Schreckschusspistole, die von den Beamten sichergestellt wurde. «Ein Atemalkoholtest hat bei dem Mann einen Wert von 2,32 Promille ergeben», sagte der Behördensprecher weiterhin. Zur Motivlage habe sich der 50 Jahre alte Mann allerdings nicht geäußert.

Bei dem Einsatz wurde der Zug am Bahnhof Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) gestoppt. Aus Sicherheitsgründen wurde der gesamte Bahnhof für dreieinhalb Stunden geräumt, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte.

Nach dem Schuss am Samstagabend in einem Zug von Frankfurt nach Limburg sei die Polizei von der Zugbegleitung alarmiert worden. Bei der Festnahme wurde der 50 Jahre alte Mann durch einen Polizeihund leicht verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht, wie es weiterhin hieß.

Eine Passagierin klagte nach dem Schussknall über Ohrenschmerzen und wurde ebenfalls ärztlich behandelt. Der Zugverkehr war wegen des Einsatzes für mehrere Stunden lahmgelegt. Nach Angaben der Polizei verspäteten sich fünf Züge, zwei Verbindungen fielen aus. Der Mann habe die Nacht nach seiner Behandlung in einer Zelle verbracht und dort seinen Rausch ausgeschlafen.

Am Sonntagmorgen sei er wieder entlassen worden. Damit ist die Sache aber nicht ausgestanden. Wie der Polizeisprecher sagte, wird nun wegen Nötigung und wegen Verstosses gegen das Waffengesetz gegen den mutmaßlichen Schützen ermittelt. «Außerdem werden auch Forderungen mit Blick auf die Einsatzkosten auf ihn zukommen», sagte der Polizeisprecher weiterhin.

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