Ermittlungen nach möglichem Anschlagsversuch eingestellt

31.03.2021 Knapp elf Monate nach einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf den saarländischen Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sind die Ermittlungen wegen Verdachts des versuchten Mordes eingestellt worden. Trotz aufwendiger Ermittlungen hätten keine Hinweise auf die Identität eines möglichen Täters erlangt werden können, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Saarbrücken am Mittwoch in Saarbrücken mit.

Klaus Bouillon (CDU), Innenminister vom Saarland. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am 5. Mai 2020 war am Dienstwagen des Ministers festgestellt worden, dass an allen vier Rädern die Radschrauben gelockert waren. Nach Ermittlungen wurden «die Radschrauben mit hoher Wahrscheinlichkeit manuell gelöst», wie die Generalstaatsanwaltschaft weiter mitteilte. Es habe keine Hinweise auf technische Defekte oder Montagefehler gegeben.

«Die Ermittlungen führten allerdings nicht zu Täterhinweisen», teilte der Sprecher der Behörde mit. Zeugen konnten keine Angaben zu möglichen Tätern machen, andere Spuren seien nicht entdeckt worden. «Auch Tatbekennungen gingen nicht ein», hieß es. Die Ermittlungen gegen Unbekannt seien am 22. März eingestellt worden.

Der Minister hatte die Manipulation bei einer Fahrt selbst bemerkt, weil das technische System in der Limousine Alarm geschlagen hatte. Anschließend waren die Sicherheitsmaßnahmen für Bouillon verschärft worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die mutmaßliche Tat verurteilt.

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