Spahn: Marburger Biontech-Werk «Meilenstein»

01.04.2021 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Impfstoff-Produktion im neuen Werk des Mainzer Unternehmens Biontech als «Meilenstein» im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet. Das Präparat von Biontech und seines US-Partners Pfizer spiele eine wichtige Rolle: «75 Prozent unseres bisherigen Impferfolges ist auch Biontech zu verdanken», sagte Spahn am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting. Von den bundesweit bislang 13,8 Millionen verabreichten Impfdosen stammten demnach 10,3 Millionen von Biontech, weitere um die 40 Millionen Dosen würden nach bisheriger Planung im zweiten Quartal erwartet.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, spricht bei seiner Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Minister sah in der Inbetriebnahme des Werkes auch einen Startpunkt für Deutschland als «Impfstoff-Hub»: «Wir wollen gerne mRNA-Hub werden auch für die Welt und für Europa.» Da sei die Produktionsstätte in Marburg ein wichtiger Schritt. Ein Hub ist eine Art Knotenpunkt oder Zentrum.

Biontech hatte vor wenigen Monaten die Marburger Betriebsstätte vom Pharmakonzern Novartis übernommen und für die Herstellung des mRNA-Impfstoffes umgerüstet. Rund zwei Monate nach dem Produktionsbeginn sollen in diesen Tagen die ersten Lieferungen das Gelände verlassen und zum Abfüllen und Etikettieren ins Werk von Partner Pfizer im belgischen Puurs gebracht werden.

Bouffier sagte mit Blick auf das Tempo beim Umbau und der behördlichen Zulassung: Marburg sei ein gutes Beispiel dafür, «dass es auch in Deutschland gelingen kann und muss, schneller zu werden, ohne dass man bei der Qualität Abstriche macht».

Spahn betonte, es sei wichtig, auch im kommenden Jahr ausreichend Impfstoffe zur Verfügung zu haben - falls Dosen zur Auffrischung nötig werden oder Impfstoffe an Coronavirus-Varianten angepasst werden müssen. «Wir wollen und werden uns auch über 2021 hinaus entsprechende Kapazitäten sichern», sagte er.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News