Schäfer zu Olympia: «Mit ideellem Wert nichts zu tun»

14.04.2021 Die Olympischen Spiele in Tokio werden durch die restriktiven Pandemie-Maßnahmen nach Ansicht von Siebenkämpferin Carolin Schäfer nichts von ihrem ursprünglichen Geist haben. «Mit dem ideellen Wert der Spiele werden die in Tokio nicht viel zu tun haben», sagte die 29 Jahre alte Weltmeisterschafts-Zweite von 2017 und Olympia-Fünfte von 2016 am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der Deutschen Sportlotterie. «Wir sind aber Sportler, haben uns jahrelang darauf vorbereitet und sind dennoch heiß auf die Sommerspiele.»

Carolin Schäfer. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Mehrkämpferin von der LG Eintracht Frankfurt ist dank ihrer Anstellung bei der hessischen Polizei bereits geimpft worden. «Es war, als hätte man mir Gold gespritzt. Das gibt viel Sicherheit», sagte Schäfer, die vor der Corona-Krise zur Trainingsgruppe von Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul nach Mainz gewechselt war und von dessen Eltern trainiert wird. «Die Trainingsphilosophie ist eine komplett andere. Ich musste mich um 180 Grad drehen», sagte sie.

In Mainz gehe nun Qualität vor Quantität im Training, mit einem Augenmerk auf die Verbesserung der Schnelligkeit, wobei der Spaß nicht fehle: «Es ist ein cooles Team.» Bei den Tokio-Spielen ist ein Medaillengewinn das Ziel. «Eine Olympia-Medaille fehlt mir noch in meinem Portfolio», meinte Schäfer, die 2018 EM-Bronze holte.

Das Mehrkampf-Meeting am 29./30. Mai im österreichischen Götzis wird der erste Wettkampf für sie in diesem Jahr sein. «Es ist eine Standortbestimmung, auch nach dem langen Training im Winter in der Halle», sagte Schäfer. Da sie das Olympia-Ticket in der Tasche hat, wolle sie bei dem ersten Siebenkampf nach vielen Monaten nur «gut abschneiden».

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