Mainz will Werder Bremen zurück in die Abstiegskampf ziehen

19.04.2021 Mainz 05 hatte einen Lauf, wurde aber durch durch die Corona-Fälle bei Hertha BSC am Wochenende ausgebremst. In Bremen hat das Svensson-Team nun ein weiteres Team vor sich, das zittern muss.

Der Mainzer Trainer Bo Svensson. Foto: Torsten Silz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem FSV Mainz 05 bietet sich am Mittwochabend die nächste Gelegenheit, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen - und gleichzeitig einen direkten Konkurrenten tief in den Abstiegskampf zurückzuziehen. Mit einem Sieg beim SV Werder Bremen (Anpfiff 2030 Uhr/Sky) zögen die Rheinhessen an den Norddeutschen vorbei. «Bremen hatte zuletzt eine negative Phase, hat aber auch nur gegen Topmannschaften gespielt», warnte FSV-Trainer Bo Svensson am Montag.

Während die Mainzer seit fünf Spielen ungeschlagen sind und dabei drei Siege landeten, kassierten die Bremer zuletzt fünf Niederlagen in Serie. Nur wenige Minuten nach dem 1:4 am Sonntag in Dortmund schwor Chefcoach Florian Kohfeldt sein Team auf die nächste Aufgabe ein: «Ich erwarte, dass wir gegen Mainz keine Ausreden suchen. Wir sind immer noch in einer guten Ausgangslage, aber Mittwoch zählt es.»

Für Svensson hat es der nächste Gegner beim BVB «anfangs sehr gut gemacht, aber irgendwann hat Dortmund mit seiner individuellen Qualität vier Tore gemacht». Das ändere nichts daran, dass Werder über eine gute Mannschaft verfüge. Die Partie in Dortmund sei in die eigene Gegneranalyse nicht eingeflossen, sagt der Mainzer Trainer, dafür erscheint ihm die Vergleichbarkeit zu gering: «Ich glaube, dass eine andere Herangehensweise zu erwarten ist.» Svensson rechnet mit einer deutlich offensiver ausgerichteten Spielweise der Bremer im Duell der Tabellennachbarn.

Umgekehrt boten die Mainzer Werder keinen neuen Anschauungsunterricht, da die für vergangenen Sonntag geplante Partie gegen Hertha BSC wegen Corona-Quarantäne bei den Berlinern abgesagt werden musste. Ob das unerwartet freie Wochenende seine Mannschaft aus dem Rhythmus gebracht hat, kann Svensson noch nicht mit Sicherheit beantworten: «Im Training habe ich es nicht so wahrgenommen. Wir wissen, dass wir zurzeit in keiner normalen Welt leben, und wir haben gelernt, den Fokus nur auf Sachen zu richten, die in unserer eigenen Hand liegen. Deshalb versuchen wir uns bestmöglich auf Werder vorzubereiten.»

Sportdirektor Martin Schmidt sieht die Absage zwiegespalten: «Man hätte gerne gespielt und den Lauf hoch gehalten. Wir hätten den nächsten Schritt machen können», sagte er im SWR-Interview. Eine strenge Hotel-Isolierung sei trotz der kritischen Lage kein Thema in Mainz. Man sei mit täglichen Schnelltests, regelmäßigen PCR-Tests und einer strengen Maskenpflicht gut genug aufgestellt. Bisher hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) von einer verpflichtenden Mannschaftsquarantäne abgesehen, sie könnte aber zum Saisonende noch kommen.

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