Bischof Bätzing fordert Solidarität in der Corona-Pandemie

27.04.2021 Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Limburger Bischof, Georg Bätzing, hat Politik und Gesellschaft zu einer entschlossenen Reaktion auf die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie aufgefordert. «Corona wird wahrscheinlich unser aller Leben neu ausrichten - langfristig und global», schreibt der Bischof. Ein einfaches Zurück zum früheren Normalzustand werde es nicht geben, heißt es in einer Mitteilung des Bistums Limburg vom Dienstag.

Georg Bätzing nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sascha Steinbach/EPA Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aus der Sicht von Bätzing verschärft sich in der Pandemie die Situation benachteiligter Menschen. Besonders betroffen seien unter anderem Senioren und Kranke aber auch von Armut betroffene Frauen und Männer, Geflüchtete und sozial schwache Familien. «Der Weg in die Zukunft bietet auch Möglichkeiten, unser Miteinander besser zu gestalten», heißt es weiter. Daher seien Politik und Gesellschaft besonders gefordert durch zusätzliche Anstrengungen soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit sowie das gesellschaftliche Miteinander zu wahren.

Auch im Kampf gegen Vereinsamung müssten soziale Einrichtungen und Dienste sowie pastorale Angebote gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen stärker gefördert und weiterentwickelt werden. Unter anderem fordert der Bischof in seinem Sozialwort Hilfen für Geringverdiener, Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer. Für besonders betroffene Branchen brauche es ebenfalls weitere finanzielle Unterstützung.

Zugleich spricht sich Bätzing dafür aus, Menschen in «systemrelevanten Berufen», also etwa in der Kranken- oder Altenpflege «nicht nur symbolisch zu würdigen, sondern die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Arbeitsbereichen grundlegend und nachhaltig zu verbessern».

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