Lewentz fordert Konkretisierung zu Bundeswehr-Strukturreform

06.05.2021 Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat das Bundesverteidigungsministerium um Details der Pläne für eine Strukturreform der Bundeswehr gebeten. Für Rheinland-Pfalz seien das Kommando Sanitätsdienst in Koblenz, das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung in Diez und der Sanitätsstandort Rennerod von sehr großer Bedeutung, schrieb Lewentz am Donnerstag in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Er wäre dankbar, wenn Kramp-Karrenbauer ihre Pläne gegenüber der Landesregierung konkretisieren könne.

Roger Lewentz (SPD), designierter und derzeitiger Innenminister, steht vor der Presse. Foto: Andreas Arnold/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Grundsätzlich will das Verteidigungsministerium mit den Plänen die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr deutlich erhöhen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll es künftig für das Ausland sowie für das Inland je ein zentrales Führungskommando geben. Die Planungen sehen zudem vor, die derzeit etwa 185 000 Männer und Frauen zählende Truppe von bislang sechs auf dann vier Standbeine hin - sogenannte militärische Organisationsbereiche - umzuorganisieren: das Heer als Landstreitkraft sowie Marine, Luftwaffe und die erst in jüngerer Zeit geschaffene Cyber- und Informationstruppe CIR. Unter anderem das Sanitätswesen würde deutlich umgebaut werden und wäre kein eigener Organisationsbereich mehr.

Lewentz schrieb in dem Brief weiter: «Ich kann derzeit in der Bundeswehr vor Ort sowie in den Standortkommunen eine erhebliche Unruhe feststellen und ich teile die mir vorgetragenen Sorgen.» Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie seien gerade die Sanität und die Streitkräftebasis verlässliche und belastbare Partner für Länder, Kommunen und alle Gesundheitseinrichtungen.

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