Katholiken: «Zornig» über «schleppende» Aufarbeitung

14.06.2021 Die Katholikenvertretung im Bistum Limburg will sich mit einem Arbeitskreis stärker bei der Aufarbeitung des Missbrauchs in der Kirche einbringen. Die Diözesanversammlung sei «betroffen von dem sexuellen und spirituellen Missbrauch und zornig über die schleppende Aufarbeitung in unserer Kirche», heißt es laut einer Mitteilung des Bistums vom Montag in einem entsprechenden Antrag des Gremiums. Daher solle ein Arbeitskreis gegründet werden, der das Thema «kontinuierlich und nachhaltig» in den Blick nehmen und die Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz vor Missbrauch «kritisch» begleiten soll.

Der Dom in Limburg. Foto: Boris Roessler/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aufgabe des Arbeitskreises wird es demnach unter anderem auch sein, eigene Impulse für die Aufarbeitung und Prävention zu entwickeln sowie Gemeinden und Gremien zu unterstützen, teilte das Bistum weiter mit. Er soll sich dabei «nicht als Wächter, sondern als Ergänzung zu bereits bestehenden Institutionen verstehen». Der Antrag wurde der Mitteilung zufolge bereits am Samstag angenommen.

Im Bistum Limburg läuft seit längerer Zeit ein Projekt zur Aufarbeitung des Missbrauch-Skandals sowie zur Prävention. Dabei wurden mehr als 60 Maßnahmen benannt, die umgesetzt werden sollen. Dem Bistum zufolge befinden sich derzeit 23 davon in Arbeit. Die Diözesanversammlung ist die gewählte Vertretung der Limburger Katholiken.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News