Weitere Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden offen

26.03.2021 Trotz steigender Infektionszahlen machen die Staatlichen Kunstsammlungen den nächsten Schritt. Mit der Öffnung weiterer Museen sind Dauer- und temporäre Ausstellungen wieder zu sehen - oder endlich nach wochenlanger Verborgenheit sichtbar.

Das Residenzschloss mit dem Historischen Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Knapp zwei Wochen nach Wiederöffnung der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden und des Grassi Museum für Völkerkunde Leipzig sind sieben weitere Museen der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) wieder zugänglich. Historisches Grünes Gewölbe und Kupferstich-Kabinett, Albertinum und Lipsiusbau, Porzellansammlung und Mathematisch-Physikalischer Salon im Wechsel sowie das Museum für Sächsische Volkskunst bleiben bei Wahrung der strengen Corona-Schutzregeln in Sachsen so lange offen, wie es die Infektionslage zulässt. Besucher müssen vorab einen Slot dafür buchen. Das sei ein weiteres Zeichen im Sinne von «wir sind wieder da», sagte Generaldirektorin Marion Ackermann am Freitag.

Ab Samstag ist damit auch die erste umfassende Präsentation von Werken aus der Sammlung Hoffmann, die 2018 als Schenkung an die SKD kam, zu sehen. «Still Alive» vereint im Albertinum eine Auswahl der Sammlung Hoffmann von rund 65 Werken, die zwischen 1957 und 2017 entstanden. Die Werke von etwa 40 Künstlern reichen von Fotoserien bis zu raumgreifenden Installationen. Sie geben einen kleinen Einblick in die rund 1200 Werke umfassende Sammlung, die Erika Hoffmann mit ihrem Mann seit den 1960er Jahren zusammengetragen hat.

Es sei eine Schau zu Wandel, Veränderlichkeit und Vergänglichkeit, die sich unter dem Eindruck der vergangenen Monate «nochmal ganz anders liest», sagte Ackermann. Die Berliner Sammlerin selbst habe viele Arbeiten erworben, die sich mit der Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des Lebens befassten. Es gehe aber auch etwa um die Musealisierung von Kunst oder die Vergänglichkeit von Werken.

Auch die im November 2020 eingerichtete Ausstellung «Crossing Borders» zum 300-jährigen Jubiläum des Kupferstich-Kabinetts ist endlich zugänglich. Sie vereint rund 80 zeitgenössische Werke von 43 Künstlern, Neuerwerbungen der vergangenen zehn Jahren. Darunter sind Arbeiten unter anderem von Joseph Beuys, Marina Abramovic, A.R. Penck, Nancy Spero, Isa Genzken oder Wolfgang Tillmans. Sie zeugen von der aktuellen Entwicklung der zu den ältesten der Welt gehörenden grafischen Sammlung - inklusive Blick in die Zukunft.

Ackermann sprach von weiteren «wichtigen Schritten, die Hoffnung machen», selbst wenn das wegen der Corona-Pandemie nur wenige Tage gehen könnte. Die SKD zeigten damit auch, «dass die Bedingungen in unseren Museen extrem safe sind». Die beiden schon seit dem 15. März geöffneten Häuser wurden laut Ackermann von tausenden Menschen besucht. Auf die Resonanz des Publikums setzt sie nun auch für die anderen Museen. «Wir hoffen, dass an diesem Wochenende viele diese Chance nutzen.» Aufgrund der Bedingungen «hat Jeder ganz viel Platz».

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