LKA ermittelt zu Anschlägen auf Fahrzeuge

29.03.2021 Wohnungsunternehmen gehören zum Feindbild meist linksextremistischer Kreise. Immer wieder kommt es in Sachsen zu Sachbeschädigungen. Jetzt haben sich die Kriminalisten mit zwei weiteren Fällen zu befassen.

Eine Figur der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) hat die Ermittlungen im Fall der Anschläge auf Fahrzeuge von Wohnungsgesellschaften in Leipzig und Dresden übernommen. In beiden Fällen gebe es Hinweise auf ein politisches Motiv, teilte das LKA mit und verwies auf Bekennerschreiben im Internet.

In Leipzig waren in der Nacht zum Samstag fünf Fahrzeuge der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) in Brand gesteckt worden. Menschen wurden nicht verletzt. Auch ein angrenzendes mehrstöckiges Firmengebäude sei beschädigt worden. Die Höhe des Schadens stand zunächst noch nicht fest.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verurteilte die Tat: «Weder Stadt noch Gesellschaft lassen sich durch Gewalt einschüchtern. Probleme am Wohnungsmarkt löst man nur im Miteinander, wer zu Gewalt greift, verabschiedet sich aus der Debatte.»

In Dresden wurden in der Nacht von Freitag zum Samstag neun Fahrzeuge des Wohnungsunternehmens Vonovia an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet beschädigt. Die Täter beschmierten sie mit Farbe, sprühten dabei auch den Schriftzug «Enteignen» auf und zerstachen Reifen. Auch hier steht die Schadenshöhe noch nicht fest.

Im Internet hat sich eine Gruppe zu den Taten bekannt und solidarisch mit dem Protest gegen die Räumung der linken Kiezkneipe «Meuterei» in Berlin-Kreuzberg am vergangenen Donnerstag erklärt, sagte ein LKA-Sprecher. Fahrzeuge von Vonovia seien wiederholt angegriffen worden, hieß es. Nun soll auch geprüft werden, ob es einen Zusammenhang mit früheren Taten gibt.

In beiden Fällen bat das Landeskriminalamt um Zeugenhinweise.

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