Dynamo torlos gegen Hansa: Magdeburg überrascht

05.04.2021 Kein Sieger im Spitzenspiel: Dresden und Rostock trennen sich Unentschieden und können damit beide gut Leben. Das lag auch daran, dass Magdeburg Verfolger Ingolstadt schockte.

Ein Fußball liegt auf dem Spielfeld. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

GIPFEL OHNE SIEGER: Keine Tore, keine Aufreger, dafür Zufriedenheit auf beiden Seiten. Am Ende des Spitzenspiels zwischen Dynamo Dresden und Hansa Rostock konnten die Beteiligten mit dem 0:0 bestens leben. Dynamo bleibt Tabellenführer der 3. Fußball-Liga, Rostock erster Verfolger. «Beide Mannschaften wollten auf keinen Fall verlieren, sondern eher den Lucky Punch setzen. Das hat von der Spannung gelebt. Über das 0:0 sind wir nicht traurig, den Punkt nehmen wir gerne mit», sagte Rostocks Keeper Markus Kolke.

Der 30-Jährige hatte in dem Spiel deutlich weniger zu tun als sein Dresdner Gegenüber Kevin Broll. «Wenn jemand das Spiel hätte gewinnen sollen, dann eher wir, denn wir hatten in der zweiten Halbzeit drei gute Chancen», sagte Hansas Trainer Jens Härtel bei «MagentaSport». Dynamo-Coach Markus Kauczinski gab sich mit dem Zähler zufrieden: «Das war ein taktisches Spiel, beide Mannschaften hatten Respekt voreinander. Wir können für den Moment mit dem Punkt leben.»

ABSTIEGSANGST BEIM HFC: Nicht einmal die Überzahl genügte dem HFC. Das 1:3 beim 1. FC Kaiserslautern war nicht nur das fünfte Spiel nacheinander ohne Sieg, sondern ließ die Angst vor dem Abstieg wieder aufkommen. «Wenn du dir jetzt Gedanken um deinen Vertrag machst, um die Zukunft des Vereins - wenn du so ins Spiel gehst, verkrampfst du. Das ist total fehl am Platz. Keiner will, dass Halle runtergeht», sagte Torschütze Terrence Boyd. «Jetzt ist wieder Abstiegskampf angesagt, weiter Sorgen machen - das braucht keiner.» Marvin Pourie (28.), Kevin Kraus (82.) und Philipp Hercher (90.) erzielten die Treffer für Kaiserslautern, das zudem die letzten 30 Minuten in Unterzahl spielen musste. «Es ist brutal für uns. Wir sind nicht eingebrochen, wir sind nicht zielstrebig genug», sagte Trainer Florian Schnorrenberg.

MAGDEBURG ÜBERRASCHT: Endlich raus aus der Abstiegszone - und wie! Der 1. FC Magdeburg knackt Aufstiegsfavorit FC Ingolstadt, siegt durch Tore von Baris Atik und Kai Brünker 2:0. Für den FCM war es der dritte Sieg in Serie. «Wir haben es zum Großteil gut verteidigt, aber wir haben in der 2. Halbzeit mit dem Ball nur noch wenige Akzente gesetzt. Nichtsdestotrotz finde ich, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben», sagte Trainer Christian Titz. Der Coach schwärmte regelrecht von seinem Offensiv-Duo Atik und Brünker: «Außergewöhnlich. Man hat es ja manchmal im Leben so, dass sich Menschen suchen und gefunden haben und die beiden kommen mit ihrem Charakter und mit ihrer Art gut zusammen klar. Das passt wirklich sehr gut.»

ZWICKAU-SERIE GERISSEN: Nach zuvor fünf ungeschlagenen Spielen musste der FSV Zwickau wieder eine Niederlage hinnehmen. Beim SV Waldhof Mannheim verloren die Sachsen mit 0:1. In der Tabelle hat der FSV weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und ist schon am Mittwoch wieder in Kaiserslautern im Einsatz. «Das ist trügerisch. Wenn wir glauben, dass wir schon irgendetwas erreicht haben, dann täuschen wir uns. Wir brauchen weiter Punkte und wollen am Mittwoch in Kaiserslautern versuchen, etwas Zählbares zu holen», sagte Trainer Joe Enochs. Joseph Boyamba köpfte im zweiten Durchgang zum Siegtreffer für spielerisch bessere Mannheimer ein.

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