Wöller: Ausschreitungen stellen Dynamo-Aufstieg ins Abseits

17.05.2021 Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat die schweren Ausschreitungen am Rande des Fußballspiels von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) scharf verurteilt. «Die Gewaltausbrüche gegen Polizeibeamte und Medienschaffende nach dem gestrigen Fußballspiel haben den Aufstieg von Dynamo Dresden leider völlig ins Abseits gestellt. Friedliche Fankultur sieht anders aus», sagte Wöller am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Polizei habe auf Deeskalation und Kommunikation gesetzt und sei dennoch immer wieder gezielt und massiv angegriffen worden.

Polizisten nehmen einen Dynamofan vor dem Stadion fest. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Viele Polizisten, aber auch friedliche Fans wurden verletzt. Diese rohe Gewalt hat mit Sport nichts mehr zu tun und ist nicht hinzunehmen. Ich habe Verständnis für Sportbegeisterte, die ihre Mannschaften emotional und lebhaft unterstützen und freue mich über den Aufstieg von Dynamo. Doch wenn Fanaktivitäten derart eskalieren, erwarte ich von Fußballvereinen, dass sie Konsequenzen ziehen, um die vielen friedlichen Fans klar von gewaltbereiten Hooligans zu trennen», stellte Wöller klar. Personalisierte Tickets und Stadionverbote für Gewalttäter dürften kein Tabu mehr sein: «Als Innen- und Sportminister bin ich da auch gern mit von der Partie, wenn es heißt, gemeinsam Lösungen zu finden.»

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