Hasenpest-Fall im Saalekreis nachgewiesen

02.02.2021 Bei einem erlegten männlichen Feldhasen (Rammler) ist im Dezember 2020 im Saalekreis die Hasenpest diagnostiziert worden. Die sogenannte Tularämie könne auch auf den Menschen übertragen werden, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz am Dienstag mit.

Ein Feldhase (Lepus europaeus) ist in einem vom Morgentau nassen Getreidefeld zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Bakterium (Francisella tularensis) verursacht die Krankheit bei Feldhasen und Wildkaninchen, aber auch bei Mäusen, Ratten, Eichhörnchen und Vögeln. Kranke Tiere sind mitunter apathisch und ungewöhnlich zutraulich, wie das Landesamt erläuterte. Hasen und Kaninchen sterben demnach meist innerhalb weniger Tage.

Menschen, die sich mit dem Bakterium infizieren, können Kopf- und Gliederschmerzen bekommen - ähnlich wie bei einer Grippe. Gefährdet sind vor allem Menschen, die mit den erkrankten Tieren in Kontakt kommen wie Jäger, Metzger, Köche und Tierärzte. In Sachsen-Anhalt wurde die Erkrankung beim Menschen in der Vergangenheit immer wieder nachgewiesen, wie das Landesamt für Verbraucherschutz mitteilte. Auch in den Jahren 2019 und 2020 habe es vereinzelte Fälle gegeben.

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