Zahl der Automatensprengungen in Sachsen-Anhalt gestiegen

26.04.2021 Halle (Saale) (dpa) - In Sachsen-Anhalt wurden in den vergangenen Jahren tendenziell immer mehr Geldautomaten gesprengt. 2020 habe es 16 solcher Taten im Land gegeben, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes mit. Neun Mal seien die Täter an Bargeld gelangt, in sieben Fällen blieb es bei dem Versuch. 2019 waren bei 13 Fällen nur 3 davon erfolgreich. 2018 wurden 11 Automatensprengungen vom LKA gezählt. Sieben Versuche misslangen.

Nach der Sprengung eines Geldautomaten ist der Vorraum einer Bankfiliale verwüstet. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im vergangenen Jahr entstand dabei ein Schaden von etwa 615 000 Euro, wobei etwa 270 000 Euro auf Sachschäden entfielen und etwa 345 000 Euro entwendet wurden. 2018 lag bei gleicher Anzahl geglückter Automatensprengungen wie 2020 der Schaden mit rund 700 000 Euro besonders hoch.

Die Taten seien überwiegend mittels Einleiten und Entzünden eines Gasgemisches begangen worden, erklärte der LKA-Sprecher. «Angriffe auf Geldausgabeautomaten (...) sind ein bundesweit herausforderndes Kriminalitätsphänomen», so der Sprecher. Sie seien in der Regel mit beträchtlichen Sach- und Gebäudeschäden verbunden. Das LKA pflege zur Prävention und späteren Verbrechensverfolgung «einen sehr engen Kontakt, beispielsweise mit dem ostdeutschen Sparkassenverband».

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