Naturdynamikzone im Nationalpark Harz wächst planmäßig

27.04.2021 Im länderübergreifenden Nationalpark Harz kommt die Waldentwicklung voran. Allen Widrigkeiten wie Trockenheit und Stürmen zum Trotz wächst die angestrebte Waldwildnisfläche. Hier soll die Natur Natur sein.

Junge Buchen stehen auf dem Gebiet des Nationalparks Harz unter abgestorbenen Fichten. Foto: Sabrina Gorges/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Nationalpark Harz wächst die Fläche der urwüchsig wilden Naturdynamikzone nach Plan. Ihr Anteil an der Gesamtfläche sei seit der Fusion der Nationalparke in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen im Jahr 2006 von 41 auf 70,1 Prozent angestiegen, wie aus dem Tätigkeitsbericht 2020 der in Wernigerode ansässigen Nationalparkverwaltung hervorgeht. Ende 2016 hatte der Wert noch bei 60,3 Prozent gelegen. In der Naturdynamikzone hat die Natur das Kommando. Der Mensch greift in der Regel in die natürlichen Prozesse nicht ein, eine Ausnahme ist den Angaben zufolge die Verkehrssicherung entlang von Wegen. Laut Nationalparkgesetz sollen bis 2022 mindestens 75 Prozent der Fläche naturdynamisch sein.

Der Nationalpark Harz ist knapp 25 000 Hektar groß. Die aktuelle Gebietsgliederung des Großschutzgebiets weist dem Bericht zufolge außerdem 28,7 Prozent Naturentwicklungszone (2016: 38,5 Prozent) und 1,2 Prozent Nutzungszone aus.

2020 sei das dritte Jahr in Folge gewesen, in dem der Nationalparkwald unter extremen Bedingungen wie Hitze, Trockenheit, Stürme und dem Borkenkäfer gelitten habe. Riesige Flächen der Fichtenmonokultur seien bereits abgestorben und teils beräumt. Die ökologische Sanierung des Waldes werde seit mehreren Jahren mit Laubbaumpflanzungen vorangetrieben. 2020 sind laut Bericht rund 458 000 junge Bäume in die Erde gekommen, seit 2008 insgesamt rund 5,2 Millionen. Das entspricht den Angaben zufolge einer Umwandlungsfläche von 3332 Hektar. Gepflanzt werde in der Naturentwicklungszone in den unteren und mittleren Lagen, hieß es.

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