Politiker-Trio: Pretziener Wehr soll Weltkulturerbe werden

27.04.2021 Sachsen-Anhalts Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger (CDU), der Landrat des Salzlandkreises Markus Bauer (SPD) und Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) wollen das Pretziener Wehr als Unesco-Weltkulturerbe vorschlagen. Die 1871 gebaute Anlage zum Hochwasserschutz genieße «herausragende Bedeutung», begründete das Politiker-Trio am Dienstag seine Initiative. «Erhält das Pretziener Wehr mit der Aufnahme in das Weltkulturerbe die Bedeutung, die es verdient, kann der Salzlandkreis als Wirtschafts- und damit auch als Wohnstandort profitieren», fügte Bauer hinzu.

Blick auf das Pretziener Wehr. Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/ZB/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schellenberger zeigte sich «vom universellen Wert des Pretziener Wehrs überzeugt». Er begründete dies damit, dass der 162,8 Meter lange und 7,5 Meter breite sandsteinverblendete Wehrsockel seit seinem Bestehen vielen weiteren Anlagen in anderen Ländern als Vorbild gedient habe. Zudem sei es bereits 1889 im Rahmen der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden.

Zu den von der Unesco in Sachsen-Anhalt bereits anerkannten besonderen Kulturstätten gehören das Bauhaus Dessau, die Luthergedenkstätten in den Lutherstädten Eisleben und Wittenberg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, der Naumburger Dom sowie die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt von Quedlinburg. Zudem zählt die Himmelsscheibe von Nebra zum Unesco-Weltdokumentenerbe.

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