Imbiss-Durchsuchung: Verdacht gewerbsmäßiger Einschleusung

06.05.2021 Die Polizei hat in Halle wegen des Verdachtes der gewerbsmäßigen Einschleusung von Ausländern einen asiatischen Imbiss durchsucht. Der 53-jährige Inhaber soll Scheinehen gegen Entgelt vornehmlich an vietnamesische Staatsangehörige vermittelt haben, um deren Aufenthalt in Deutschland zu legalisieren, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Außerdem soll er als Arbeitgeber vietnamesischen Staatsangehörigen illegalen Zugang zum Arbeitsmarkt verschafft und falsche Angaben gegenüber dem Finanzamt und der Sozialversicherung gemacht haben. Durch sein Vorgehen soll er sich finanzielle Vorteile verschafft haben.

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei hatte die Wohn- und Geschäftsräume des Mannes am Mittwoch durchsucht. Der Verdacht gegen ihn hatte sich unter anderem durch Ermittlungen des Hauptzollamtes Magdeburg erhärtet. Dort waren Ermittlungsverfahren wegen Delikten aus dem Steuerrecht und dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz eingeleitet worden. Die Behörde informierte die Bundespolizei über die gewonnenen Erkenntnisse.

Im Rahmen der Durchsuchungen wurden nach Polizeiangaben eine Vielzahl an Beweismitteln, unter anderem Buchhaltungsunterlagen, private Belege sowie Pässe gefunden. Diese werden nun gesichtet und ausgewertet. Zudem stellten die Einsatzkräfte etwa 36 000 Euro Bargeld sicher.

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