Neues Institut soll Landesgeschichte zugänglicher machen

10.05.2021 Vom Mittelalter bis zum Braunkohle-Zeitalter soll das neue Institut für Landesgeschichte in Halle ab sofort die Geschichte Sachsen-Anhalts erforschen und erklären. Die Einrichtung ist an das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie angeschlossen und nahm am Montag offiziell die Arbeit auf. Die Landesgeschichte Sachsen-Anhalts sei besonders reich, aber zu wenigen bekannt, sagte Kulturminister Rainer Robra (CDU). Das solle das neue Institut ändern.

Ein Teil eines Frieses aus einer Auswahl von mittelalterlichen Stuckfragmenten aus dem 12. Jahrhundert, welche auf dem Gelände der ehemaligen Klosterkirche Gerbstedt gefunden wurden. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit wissenschaftlichen Publikationen, Veranstaltungen und der Aufarbeitung und Bereitstellung historischer Quellen werde das Institut die Landesgeschichte zugänglicher machen, sagte Leiter Michael Hecht. Denkbar sei mittelfristig etwa ein Online-Portal, in dem Interessierte historische Quellen abrufen und nutzen können.

In der Forschung gebe es großen Nachholbedarf, sagte Hecht. Als Beispiele für erste Forschungsthemen nannte er unter anderem die Jüdische Geschichte und die Geschichte des Antisemitismus, den Braunkohle-Tagebau und die Askanier, die Fürsten, die bis zum Ende der Monarchie in Deutschland in Anhalt regierten.

Vier Forscherinnen und Forscher und zwei Verwaltungsangestellte bilden das neue Institut. Der Lehrstuhl für Landesgeschichte an der Uni Halle ist seit dem Weggang des Historikers Werner Freitag verwaist. Hecht, der mit Freitag zusammenarbeitete, gibt bereits landeshistorische Kurse an der Uni Halle und will dabei auch neue Generationen von Historikerinnen und Historikern für das Gebiet begeistern.

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