Erste Freibäder offen: Wasser noch zu kalt für Magdeburger

17.05.2021 Trotz vereinzelter Sonnenstrahlen und immerhin klar zweistelliger Wassertemperatur haben sich die Magdeburger zum Start der Freibadsaison zunächst nicht ins Wasser getraut. Die Strandbäder am Neustädter See und am Barleber See registrierten bis zum Samstagmittag zwar ein paar Besucher - jedoch keinen einzigen Badegast, wie Mitarbeiter berichteten. Die weiteren drei Freibäder der Landeshauptstadt öffnen erst in den kommenden zwei Wochen.

Ein Rettungsring hängt neben dem Becken eines Freibads. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«In der Regel brauchen die Magdeburger zwei bis drei warme Tage, um hier rauszukommen», sagte Florian Möbes vom Strandbad am Neustädter See am Mittag. Einige Gäste seien aber schon vorbeigekommen, hätten sich erkundigt oder Saisonkarten gekauft. Baden wollte bei 14 Grad im Wasser und etwa 17 an der Luft aber niemand. Das Wasser sei dafür «kristallklar», sagte der leitende Schwimmmeister. Auch würden ein paar Wagemutige die Badestelle schon seit Wochen früh morgens nutzen.

Nils Wübbenhorst vom Strandbad Barleber See begrüßte am Samstag hingegen schon die ersten zahlenden Gäste - auch die trauten sich aber noch nicht ins Wasser, sondern nutzten die Anlage zum Spazieren. Die Rettungsschwimmer nutzten den ruhigen Start für ein paar Übungen im Wasser. Auch am Barleber See sei die Wasserqualität nach einer Behandlung gegen Blaualgen vor zwei Jahren sehr gut, sagte Wübbenhorst.

Beide Bäder haben ab sofort täglich von 10.00 bis 14.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr auf, wobei der Einlass jeweils eine Stunde vor Schluss endet. Voraussetzung ist, außer für Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren, ein negativer Schnelltest. Der kann entweder mitgebracht und vor Ort selbst durchgeführt oder mit einer höchstens 24 Stunden alten Bescheinigung nachgewiesen werden. Magdeburg hatte als erste und bisher einzige der 14 Landkreise und kreisfreien Städe in Sachsen-Anhalt die Sieben-Tage-Inzidenz dauerhaft unter 100 gedrückt und damit die strengen Regeln der Bundes-Notbremse lockern können.

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