Vermisstenfall im Nordharz: Haftbefehl wegen Mordes

19.05.2021 Ein Bundespolizist aus dem Landkreis Goslar in Niedersachsen ist dringend verdächtig, einen seit Mitte April spurlos verschwundenen 51-Jährigen ermordet zu haben. Das Amtsgericht Goslar erließ am Mittwoch einen Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft Braunschweig beantragt hatte. Der 50 Jahre alte Verdächtige bestreite die Tat, teilte die Anklagebehörde mit.

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Verdächtige war am Dienstag festgenommen worden. Opfer und Beschuldigter seien befreundet gewesen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei Goslar. «Die Tätigkeit des Beschuldigten als Bundespolizist spielte für die Tat keine entscheidende Rolle.» In einem Konflikt zwischen den Männern könnte es um eine Frau gegangen sein, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der 51-Jährige war in den Morgenstunden des 13. April verschwunden. In seinem Garten im Liebenburger Ortsteil Groß Döhren fanden sich Blutspuren, ebenso in seinem Auto, das drei Tage später in Hannover gefunden wurde. Die Polizei geht davon aus, dass der 51-Jährige tot ist. Trotz Suche an mehreren Stellen in der Region ist sein Leichnam aber noch nicht gefunden worden.

Die Polizei suchte auch weiter nach einem Taxifahrer oder einer Taxifahrerin in Hannover als Zeugen. Am Tag des Verschwindens war in der Nähe des abgestellten Autos ein Taxi geordert worden - mutmaßlich für eine Fahrt zum Hauptbahnhof.

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