Zoos und Tierparks rechnen mit Pfingstbesuchern und Einbußen

21.05.2021 Mit dem Rückgang der Corona-Zahlen rechnen Sachsen Anhalts Zoos und Tierparks mehr Besucher. Die Erwartungen halten sich aber in Grenzen.

Der Eingang «Zoowelle» des Magdeburger Zoos. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Besuch im Zoo und Tierpark ist zu Pfingsten landesweit im Prinzip möglich. Allerdings gelten wegen der Corona-Pandemie weiter Abstands- und Hygieneregeln. Besucher sollten sich in der Regel vorher ein Ticket besorgen und über die Coronavirus-Testbedingungen informieren. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen-Presse Agentur. In den Zoo Magdeburg zum Beispiel können pro Stunde maximal 500 Menschen, wie eine Sprecherin mitteilte. Eine Testpflicht bestehe nicht. Auf dem 20 Hektar großen Gelände in der Landeshauptstadt sind den Angaben nach rund 1000 Tiere zu Hause.

Die Auswirkungen der Pandemie seien in den Zoos und Tierparkanlagen des Landes deutliche zu spüren. «Wir haben sehr hohe Einbußen», sagte eine Sprecherin des Zoos Magdeburg mit Blick auf fehlende Eintrittsgelder. Der Zoo in Halle rechnet nach Angaben eines Sprechers in diesem Jahr mit rund 250 000 Besuchern. Vor dem Ausbruch des Coronavirus waren es im Jahr 2019 mit 540 000 Besuchern mehr als doppelt so viele Menschen, die in die Anlage auf den Reilsberg kamen. Um die Pandemie einzudämmen, mussten Zoos und Tierparks laut den Verordnungen des Landes mehrfach für Besucher schließen.

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zwar bundes- und landesweit sinken, müssen sich noch immer viele vor einen Besuch auf das Virus zu testen. Dies halte Menschen mitunter aber auch davon ab, die Anlagen zu besuchen, erklärten Sprecher der Tierparks in Halberstadt und Thale (Landkreis Harz). «Mit der Testpflicht sind die Besucherzahlen am Wochenende um 30 Prozent eingebrochen», sagte ein Sprecher des Zoos in Aschersleben (Salzlandkreis).

Für den Zoo in Magdeburg gebe es diese nicht mehr, sagte die Sprecherin. Auch im Tierpark Dessau werde kein Corona-Test benötigt, wie eine Sprecherin sagte. Sie geht davon aus, dass in diesem Jahr mehr Besucher als im vergangenen Jahr kommen werden. «Tickets können wie gewohnt an der Kasse erworben werden, müssen also nicht vorher gekauft werden», sagte sie. Im Vorjahr kamen 120 000 Besucher in den Tierpark am Rande des weitläufigen Dessau-Wörlitzer Gartenreichs.

In Thale brauchen Besucher im Tierpark am Hexentanzplatz auch keine Eintrittskarten vorher kaufen oder bestellen, sagte ein Sprecher. «Wie viele Menschen in diesem Jahr kommen werden, ist schlecht einzuschätzen», sagte er.

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