Landespokal: Halle peilt Hattrick gegen 1. FC Magdeburg an

28.05.2021 Die beiden Vergleiche in der 3. Liga gewann Halle. Doch Magdeburg überzeugte mit einer starken Rückrunde. Im Landespokal geht es nun um Prestige, Geld und einen attraktiven Auftaktgegner in der ersten Runde des DFB-Pokal.

Halles Trainer Florian Schnorrenberg. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es geht um sehr viel Prestige, einem sechsstelligen Bonus für die Vereinskasse und auch um ein mögliches Duell gegen Rekordmeister FC Bayern München oder Pokalsieger Borussia Dortmund. An diesem Samstag (16.00 Uhr/MDR) treffen im Qualifikationsspiel für die erste Runde des DFB-Pokals der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg im Halberstädter Stadion des Friedens aufeinander. In der dritten Liga landeten die Saalestädter in der Tabelle knapp vor dem Erzrivalen aus der Landeshauptstadt und hatten in beiden Vergleichen (2:0, 1:0) die Nase vorn.

«Natürlich peilen wir den Hattrick an und wünschen uns einen erfolgreichen Abschluss dieser Saison. Aber einen Favoriten in dieser Partie sehe ich nicht», erklärte Halles Trainer Florian Schnorrenberg, dessen sportliche Zukunft beim HFC vor dem Anpfiff des Prestigeduells geklärt worden ist. Sein im Sommer auslaufender Vertrag wurde verlängert. «Florian Schnorrenberg ist ein sehr akribischer und entwicklungsfähiger Trainer mit einer klaren Spielidee und einem sehr guten Verhältnis zur Mannschaft», begründete der neue HFC-Sportdirektor Ralf Minge.

Beide Vereine dürften mit breiter Brust in dieses «Alles oder Nichts-Spiel» gehen. Die Magdeburger haben als sechstbeste Rückrundenmannschaft den im Winter kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt perfekt gemacht. Der HFC mogelte sich mit den beiden Erfolgen gegen Wiesbaden (4:0) und bei den Bayern-Bubis (1:0) wieder am 1. FCM vorbei. Auf einen Erfolgsgaranten muss Schnorrenberg jedoch verzichten. Torhüter Tim Schreiber wird in Halberstadt nicht auflaufen. Das 19-jährige Talente für den DFB-Lehrgang in Grassau nominiert. In Halberstadt steht Halles Nummer Eins Sven Müller nach auskurierter Verletzung wieder zwischen den Pfosten. Für Halles Präsident Jens Rauschenbach hat der Ausgang des Prestigeduells im Hinblick auf die kommende Saison keine besondere Relevanz: «Wir haben bei unserer im März eingereichten Planung keine Einnahmen aus dem DFB-Pokal veranschlagt. Die Suche nach passenden Neuzugängen und positionsspezifischen Verstärkungen erfolgt bereits ungeachtet einer etwaigen Teilnahme am DFB-Pokal.»

Beim FCM wird Sportchef Otmar Schork, der mitten in den Personalplanungen steckt, ein gezieltes Auge auf seinen Kader werfen. Für einige Wackelkandidaten ist es die letzte Möglichkeit, sich nochmal zu präsentieren. Die Elf von Cheftrainer Christian Titz will im nunmehr dritten Aufeinandertreffen beider Teams in der laufenden Spielzeit die Saisonbilanz gegen den HFC etwas aufbessern. Die Gesamtbilanz spricht für den FCM. Allerdings liegt der letzte Erfolg gegen die Rot-Weißen rund eineinhalb Jahre zurück. Im November 2019 gewann man im Heimspiel mit 1:0. «Es geht um die Qualifikation für den DFB-Pokal, das steht im Vordergrund, das wollen wir auch erreichen», sagte Titz auf der Pressekonferenz am Freitag und betonte: «Wir wissen, was uns erwartet, Wir wissen aber auch um unsere Stärken.»

Aufgrund der anhaltenden Pandemie findet die Partie ohne Zuschauer statt. Der Fußball-Verband in Sachsen-Anhalt sowie die beiden beteiligten Vereine bitten daher, auf eine Anreise nach Halberstadt zu verzichten. Zudem sind aus organisatorischen Gründen alle Zufahrtswege rund um das Stadion weiträumig abgesperrt.

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