Außengastronomie: Wie das Land die Betreiber entlastet

13.06.2021 Der Sommer bricht sich Bahn, die Inzidenz-Werte gehen zurück. Für Gastronomen ist das die Auferstehung aus einem langen Corona-Schlaf. Die Außenflächen sind dabei deren größtes Kapital.

Tische und Stühle stehen in einem Biergarten. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen-Anhalts Kommunen und Gemeinden unterstützen die Gastronomen bei der Nutzung der öffentlichen Außenbereiche. In Halle sehe man beispielsweise von der Erhebung von Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie ab, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Damit wolle man die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mildern und den Betreibern bei der Öffnung der Außenbereiche keine zusätzlichen Steine in den Weg legen.

Ähnlich verfahren auch andere Kommunen. Die Stadt Stendal etwa will bis zum Ende dieses Jahres darauf verzichtet, für die Nutzung der Außenflächen Sondernutzungsgebühren zu erheben, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Man gewähre außerdem den Gewerbetreibenden und Gaststätten erweiterte Sondernutzungserlaubnisse. Diese gestatteten unter anderem die Ausdehnung der Nutzungsfläche für den Außenbereich.

Solche erweiterten Erlaubnisse gibt es in der Landeshauptstadt Magdeburg bisher nicht flächendeckend. Zwar könnten nach Prüfung der jeweiligen Örtlichkeiten auch Erweiterungen der bisher genutzten Flächen genehmigt werden, dies sei aber mitunter problematisch und an hohe Auflagen gebunden, sagte Matthias Nawroth von der Arbeitsgemeinschaft Magdeburger Gastronomen.

Die Nutzungsgebühren fielen in der Landeshauptstadt aber ebenso weg, allerdings nur bis Ende Juni. Eine Fristverlängerung werde jedoch laut Nawroth aktuell im Stadtrat diskutiert.

Grundsätzlich sei er mit der Unterstützung sehr zufrieden, sagte Nawroth. Es müsste aber auch in der Landeshauptstadt über vereinfachte Ausdehnung der Außenbereiche nachgedacht werden. Das sei zumindest der Wunsch vieler Gastronomen.

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