2020 mehr Geldautomaten in Sachsen-Anhalt gesprengt

15.06.2021 Die Zahl der Geldautomatensprengungen ist in Sachsen-Anhalt wie auch bundesweit gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es im Land 16 Sprengungen und Sprengversuche nach 13 im Jahr 2019, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mitteilte. Damit gab es in Sachsen-Anhalt mehr Attacken gegen Geldautomaten als in Mecklenburg-Vorpommern (3), Brandenburg (2), Berlin (4) und Sachsen (6) zusammen. In Thüringen wurden elf Sprengungen erfasst.

Der Schriftzug «Geldautomat» und das Symbol «EC». Foto: picture alliance /dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit hatte es im vergangenen Jahr 414 entsprechende Attacken gegeben und damit 18,6 Prozent mehr als im Jahr 2019, wie aus dem vom BKA in Wiesbaden herausgegebenen Bundeslagebericht hervorgeht. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2005. Allerdings blieb es in den meisten Fällen (256) beim Versuch. Insgesamt erbeuteten die Täter den Angaben nach 17,1 Millionen Euro. Der von ihnen angerichtete Sachschaden liegt laut Polizei deutlich höher, und zwar in einem «mittleren zweistelligen Millionenbereich».

Die mit Abstand meisten Taten gab es mit 176 Fällen in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Niedersachsen (45) und Baden-Württemberg (41). Für die Sprengungen wurden vor allem Gasgemische verwendet, die von den Tätern in die Geldautomaten eingeleitet und gezündet wurden.

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