Ministerium: Vorerst kein Impfvorrang für Lehrer

21.01.2021 Thüringen will nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums bei der Corona-Schutzimpfung strikt an der vorgesehenen Reihenfolge für einzelne Berufsgruppen festhalten. Es gelte die Bundesimpfverordnung als rechtliche Vorgabe, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. «Darum kommen wir nicht herum.» Eine Änderung an der Reihenfolge sei von Ministeriumsseite derzeit nicht vorgesehen. Von der Grünen-Landtagsfraktion war der Vorschlag gekommen, unter anderem Lehrkräfte und freiberufliche Hebammen früher als bisher geplant zu impfen.

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach der Bundesimpfverordnung haben über 80-Jährige, Personal und Bewohner in Pflegeheimen, Gesundheitspersonal in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdienste bei der Corona-Schutzimpfung die höchste Priorität. Das wird in Thüringen seit dem Impfbeginn auch so umgesetzt. Laut Impfverordnung folgen mit «hoher Priorität» unter anderem über 70-Jährige und Menschen mit hohem Risiko für schwere Corona-Verläufe - etwa mit Trisomie 21, Demenz oder einer geistigen Behinderung.

Lehrkräfte gehören wie etwa Polizisten, Feuerwehrleute, Apothekenpersonal und Beschäftigte wichtiger lebensnotwendiger Wirtschaftsbranchen zur dritten Kategorie mit «erhöhter» Priorität. In diese Gruppe sind auch Menschen ab 60 Jahre, Vorerkrankte - zum Beispiel Diabetiker, Krebs-, Herz- oder Asthmapatienten - eingestuft.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional thüringen

News Regional Thüringen: Impfpriorität für Hebammen erwünscht

Regional hessen

News Regional Hessen: Rund 167 500 Corona-Impfungen wegen beruflicher Tätigkeit

Regional thüringen

News Regional Thüringen: Krebsgesellschaft für schnellere Impfung von Tumorpatienten