Feldhasen-Bestand in Thüringen erholt sich

18.03.2021 Der Bestand der gefährdeten Feldhasen in Thüringen zeigt sich auch dank eines trockenen Frühjahres 2020 weiter stabil - wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Im Schnitt lebten zuletzt sechs Hasen pro Quadratkilometer auf den Thüringer Äckern, Wiesen und Wäldern, wie der Landesjagdverband am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Das entspreche in etwa dem Wert der vergangenen Hasen-Zählung 2019. Im bundesweiten Hasenrennen ist Thüringen damit aber weit abgeschlagen.

Ein Feldhase läuft über einen Acker. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit liegt die Zahl der Feldhasen laut dem Deutschen Jagdverband bei 14 Tieren je Quadratkilometer und damit mehr als doppelt so hoch wie in Thüringen. Das sind im Vergleich zum Frühjahr 2019 deutschlandweit zwei Langohren mehr.

Das sonnige und trockene Frühjahr 2020 bot für den Feldhasen, der eigentlich in Steppengebieten zu Hause ist, nach Verbandsangaben gute Bedingungen bei der Vermehrung. Zur Osterzeit im März und April werden die ersten Junghasen geboren. Bei nasskalter Witterung sind die Tiere anfälliger für Unterkühlungen. Im Vergleich zur ersten Zählung im Frühjahr verzeichneten die Jäger im vergangenen Herbst in Thüringen 42 Prozent mehr Tiere (2019: 34 Prozent).

Zugute komme den Feldhasen auch, dass aktiv Füchse gejagt würden, hieß es. Allerdings mangele es an Lebensraum, da von den Feldhasen besonders Maisfelder gemieden würden.

Naturschützer gehen davon aus, dass zwischen zwei und drei Millionen Feldhasen (Lepus europaeus) in Deutschland leben. Die Art steht hierzulande auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Etwa seit zehn Jahren hat sich die Population aber auf niedrigem Niveau stabilisiert.

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