Verschiedene Forderungen zum Internationalen Tag der Wälder

19.03.2021 Anlässlich des Internationalen Tags der Wälder am Sonntag haben verschiedene Organisationen und Parteien Initiativen für den künftigen Umgang mit der Ressource Wald vorgeschlagen. So forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Freitag eine neue «Waldstrategie» für Thüringen. Wälder müssten ökologischer bewirtschaftet werden, um sie besser gegen Klimastress zu wappnen.

Holzstämme liegen in einem Waldstück. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die FDP-Fraktion im Landtag forderte die Landesregierung auf, eine «Task-Force Wald» zu bilden. Neben Experten aus Landesbehörden sollten dieser Arbeitsgruppe auch Vertreter der Waldbesitzer, der Holzwirtschaft und Spezialisten für Waldgesundheit angehören, so die Liberalen. Deren Aufgabe solle es sein, eine verbindliche Waldstrategie für Thüringen zu erarbeiten.

Die Grünen machten darauf aufmerksam, dass mehr als die Hälfte der Bäume in den Wäldern des Freistaats starke Vitalitätsverluste zeigten. Diese würden unter anderem durch steigende Temperaturen, Trockenheit und Borkenkäferbefall verursacht, die allesamt Folgen der Klimakrise seien. «Nicht nur der Waldumbau ist überfällig, sondern konsequente Klimapolitik - das ist die einzige Rettung für den Thüringer Wald», erklärte Landessprecherin Ann-Sophie Bohm.

Der Naturschutzbund Nabu startet zum Internationalen Tag der Wälder sein Projekt Luchswald. Zukünftig sollen bis zu drei Wälder in Thüringen ausgezeichnet werden, in denen der Luchs ungestörte Rückzugsorte findet und die damit für den Waldnatur- und Lebensraumschutz stehen. «Mehr Naturschutz im Wald bedeutet auch bessere Lebensbedingungen für viele andere Arten und zugleich die Förderung der Anpassungsfähigkeit von Wäldern im Klimawandel», sagte Silvester Tamás, Projektkoordinator beim Nabu Thüringen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News