Sperr- und Beobachtungszone nach Geflügelpestausbruch

24.03.2021 Nach dem Ausbruch der Geflügelpest im Weimarer Land werden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet um den betroffenen Geflügelbetrieb eingerichtet. Zudem solle es weitere Untersuchungen in der näheren Umgebung und bei Haltern geben, die Junghennen des Geflügelhofes erworben hatten, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Das Sperrgebiet um den betroffenen Betrieb soll in einem Umkreis von drei Kilometern eingerichtet werden, das Beobachtungsgebiet im Umkreis von zehn Kilometern.

Ein Warnschild mit der Aufschrift «Wildvogel-Gefügelpest Beobachtungsgebiet» steht an einer Landstraße. Foto: Arnulf Stoffel/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Geflügelhof hatte vor kurzem Tiere aus einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen zugekauft, wo ebenfalls die Geflügelpest - ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N8 - nachgewiesen wurde. Verdachtsfälle seien bislang aus den Kreisen Saale-Holzland, Weimarer Land und Erfurt gemeldet worden. «Eine weitere Ausbreitung des Seuchengeschehens kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher ausgeschlossen werden», hieß es in der Mitteilung.

In Betrieben, wo das Virus nachgewiesen wurde, muss das Geflügel getötet werden. Die Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine für Geflügel und andere Vögel hoch ansteckende Viruserkrankung. Sie kann in Geflügelbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen. Für den Menschen gilt sie als ungefährlich.

Das Gesundheitsministerium rief Bürger dazu auf, gefundene tote Wasser- oder Greifvögel dem Veterinäramt ihres Kreises zu melden.

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