CDU-Chef zu Maaßen-Vorstoß: Entscheidung bei Kreisverbänden

02.04.2021 Die Thüringer CDU-Spitze hat verhalten auf den Vorstoß reagiert, Hans-Georg Maaßen als Wahlkreiskandidat in Südthüringen vorzuschlagen. Die Entscheidung über den Bundestagskandidaten liege satzungsgemäß bei den Delegierten der vier CDU-Kreisverbände in Südthüringen, schrieb CDU-Landeschef Christian Hirte am Freitag auf Twitter. Gleichzeitig ergänzte er: «Ich teile viele Sichtweisen und den Stil von Maaßen nicht. Für die CDU Thüringen steht aber fest: Politik für Thüringen ohne AfD und Linke!»

Christian Hirte, neuer Vorsitzender der CDU Thüringen, spricht. Foto: Michael Reichel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen will zur Bundestagswahl im September für die CDU im Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten. In diesem Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 2017 der mittlerweile aus der Partei ausgetretene Mark Hauptmann gewählt worden, gegen den in der Maskenaffäre der Union ein Ermittlungsverfahren läuft.

Laut CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen handelt es sich bei der Personalie um einen Kandidatenvorschlag für die noch ausstehende Nominierungsveranstaltung. Gegenwind dazu kam von der Suhler CDU. Die Partei solle einen Kandidaten aufstellen, der aus der Region komme und sich mit ihr verbunden fühle, sagte Kreisvize Matthias Gering dem «Freien Wort».

Der Wahlkreis 196 umfasst neben Schmalkalden-Meiningen die Kreisverbände Hildburghausen und Sonneberg sowie die kreisfreie Stadt Suhl.

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