Corona-Lage in Thüringen bleibt weiter angespannt

18.04.2021 Thüringen ist nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) weiterhin das am heftigsten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tage belief sich demnach auf rund 247. Am zweithöchsten war diese Inzidenz in Sachsen mit 234. Bundesweit lag der Wert bei 162. Von Samstag auf Sonntag wurden in Thüringen der Staatskanzlei zufolge 624 Neuinfektionen erfasst.

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die höchsten Inzidenz-Werte lagen am Sonntag in Thüringen demnach im Landkreis Sonneberg (rund 456) und mit rund 450 im Saale-Orla-Kreis vor. Die Stadt Jena war mit einem Wert von rund 99 die einzige Kommune mit einer Inzidenz unter 100 im Freistaat. Allerdings sei dort mit Nachmeldungen zu rechnen, hieß es bei der Staatskanzlei. Gerade an Wochenenden kann es zu Verzögerungen bei der Übermittlungen der Infektionszahlen aus den Gesundheitsämtern an das RKI kommen.

Auch auf den Thüringer Intensivstationen war mit Blick auf die Zahlen keine Entspannung zu erkennen: Von 213 an Covid-19 erkrankten Intensivpatienten mussten 121 beatmet werden, wie aus dem bundesweiten Intensivbettenregisters (DIVI) von Sonntag hervorging. Am Freitag waren der kritischen Lage wegen bereits mehrere Covid-19-Patienten aus Thüringen zur Weiterbehandlung in andere Bundesländer transportiert worden.

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hatte in einem auf am Samstag auf Twitter veröffentlichten Video den Ernst der Lage betont. Zunehmend kämen auch junge Menschen mit schweren Krankheitsverläufen auf die Intensivstationen.

Seit Beginn der Pandemie sind in Thüringen nach Angaben der Staatskanzlei von Sonntag 3642 Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Mit verschiedenen Gedenkaktionen wurde am Wochenende auch in Thüringen an die Corona-Toten erinnert.

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