Jenoptik profitiert von starker Nachfrage: Auftragsplus

11.05.2021 Der Jenoptik-Konzern ist mit einem kräftigen Auftragspolster in das neue Jahr gestartet. Doch um die steigende Nachfrage bewältigen zu können, ist das Unternehmen auch auf Zulieferer angewiesen. Und diese kämpfen mit Lieferproblemen.

Die Sonne spiegelt sich im Schriftzug «Jenoptik» auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes der Jenoptik AG. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Thüringer Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik hat angesichts gut gefüllter Auftragsbücher seine Wachstumsziele für dieses Jahr bekräftigt. Das erste Quartal sei von einer stark anziehenden Nachfrage etwa in der Autoindustrie sowie einem gutem Halbleiterausrüstungsgeschäft geprägt gewesen, sagte Vorstandschef Stefan Traeger am Dienstag.

Der Konzernumsatz legte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 176 Millionen Euro zu. Zu den Erlösen steuerte vor allem das im vergangenen Jahr gekaufte Unternehmen Trioptics bei. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Quartal um fast die Hälfte auf 20 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 0,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen konnte in den ersten drei Monaten seinen Auftragseingang um fast 27 Prozent auf 268,3 Millionen Euro steigern.

Angesichts der guten Auftragslage, einer verbesserten Kosteneffizienz und der Beiträge der gekauften Unternehmen gehe Jenoptik von einem «deutlichen und profitablen» Wachstum aus, betonte Trager. Für 2021 werde ein Umsatzzuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich (Vorjahr: 767,2 Millionen Euro) erwartet.

Sorge bereiteten jedoch zunehmende Probleme bei den Zulieferern etwa von Elektronikbauteilen aus Asien und Modulen. «Die Zulieferketten sind unter Druck. Das merken wir auch», sagte der Vorstandschef. So hätten sich die Lieferzeiten der Jenoptik-Zulieferer deutlich verlängert.

Jenoptik mit rund 4500 Mitarbeitern ist als Anbieter von Optik und Messtechnik unter anderem in der Medizintechnik und der Ausrüstung für die Halbleiterindustrie aktiv, bietet aber auch Mess- und Automatisierungslösungen für die Auto-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie Wehrtechnik an. Trioptics stellt Mess- und Fertigungssysteme für optische Komponenten her.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News